Mariä Himmelfahrt-Kirche (Kostel Nanebevzetí Panny Marie)

Kostel Nanebevzetí Panny Marie
Kostelní 289
43401 Most
Tschechische Republik
+420 476707364

Betriebszeit

April und Oktober: Mittwoch - Sonntag 10:00 - 16:00, Mai - September: Dienstag - Sonntag 10:00 - 18:00, November - März: Gruppen nach vorheriger Buchung, bitte. Mindestzahl 10 Personen

GPS-Koordinaten

50° 31' 4.08" N, 13° 38' 54.96" E

Bestimmt für

Für Familien mit Kindern
Für Sportler
Für Best Ager
Gruppen
Kirchen, Sakralsehenswürdigkeiten

Weitere Informationen

Die Dekanatskirche Mariä Himmelfahrt in Most (Brüx) ist eine spätgotische Kirche, die in den Jahren 1517-1550 nach dem Brand in der Stadt 1515 erbaut wurde. Das dreischiffige Sakralobjekt wurde nach den Bauplänen von Jakub Heilmann aus Schweinfurt realisiert. Im Innenraum fesseln die Barockkanzel mit neu entdeckten Gemälden der Füllfelder, das Taufbecken, die Orgel und die sog. eingezogenen Pfeiler, die den Raum der einzelnen Kapellen am Schiffsrande abgrenzen und die mit Renaissancereliefen zu biblischen Themen verzierte Emporengalerie gliedern. Zu ihrem Ruhm gelangte die Kirche hauptsächlich im Jahr 1975, wo sie auf Schienen versetzt wurde, um aus der infolge des Kohleabbaus dem Erdboden gleich gemachten Stadt gerettet zu werden. Bei den damaligen Überlegungen siegte die Variante der Versetzung im Ganzen. Aus dem Bauwerk wurde soviel wie möglich entfernt und die Wände bekamen eine Stahlaussteifung. Das ganze Objekt war 10 Tausend Tonnen schwer. Die Škoda-Werke fertigten zu diesem Zweck hydraulische Waagen, die die Kirche voranbrachten. Der eigene Transport dauerte fast einen Monat und wurde sehr sorgfältig elektronisch verfolgt. Die Kirche legte 841 Meter zurück und ihre Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 2,16 Zentimeter pro Minute. Dieses einzigartige Unternehmen wurde auch im Goldenen Guinessbuch der Jahrtausendrekorde als die Beförderung der weltweit schwersten Last auf der Schiene verzeichnet.
Heutzutage finden Sie die Kirche in der Nähe des Barockhospitals und der Kirche zum Heiligen Geist auf der früheren Vorstadt Pražské předměstí. Zugänglich für die Öffentlichkeit ist die Mariä Himmelfahrt Kirche seit 1988. 1993 wurden nach zwei Jahren Bau- und Restaurierungsarbeiten am 17 m hohen Barockaltar abgeschlossen. Von der ursprünglichen reichhaltigen Ausstattung der Kirche blieben viele künstlerisch wertvolle Werke erhalten, die die Verbindung mit dem sächsisch-meißner Umkreis belegen. In die Kirche kamen auch die steinernen Renaissanceepitaphe der bedeutenden moster Stadtbürger zurück, z. B. von Nikolaus Riese, Goldschmied und langjährigem Direktor des Kirchenbaus, sowie das Epitaph von Ursula und Magdalena von der Weitmühl. 2010 wurde die Kirche zum nationalen Kulturdenkmal erklärt.

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