Schutzgebiete

Die höheren Lagen des Mittel- und Westerzgebirges (über 700 m NN) sowie Teile des Osterzgebirges gehören zum „Naturpark Erzgebirge/Vogtland“. Mit 120 Kilometern Luftlinie ist er der längste Naturpark der Bundesrepublik. Im Naturpark befinden sich derzeit 16 Landschaftsschutzgebiete, 44 Naturschutzgebiete, 151 Flächendenkmale und 3 international anerkannte Vogelschutzgebiete. 71 Prozent der Gesamtfläche sind von Wäldern bedeckt. Der Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“ ist damit der waldreichste Naturpark Deutschlands.

Auch auf der tschechischen Seite des Erzgebirges befinden sich Schutzgebiete mit unterschiedlicher Schutzart. Dazu gehören 5 nationale Naturreservate, 2 nationale Naturdenkmäler und eine Reihe weiterer Standorte mit lokalem Umfang und Charakter. Es handelt sich um Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler, die zum Schutz der bedrohten Ökosysteme, Standorte mit dem Vorkommen geschützter und bedrohter Pflanzen und Lebewesen oder geologischer Besonderheiten ausgewiesen wurden.
Charakteristische Merkmale des Erzgebirges sind Moore, Heiden und Nassgebiete. Es handelt sich um Lebensräume vieler seltener und gefährdeter Tier- (z.B. Dachse, Birkhühner und Eisvögel) und Pflanzenarten (z.B. Rundblättriger Sonnentau, Moosbeere, Schwarze Krähenbeere, Arnika Montana). Zu den bedeutendsten zählen die Moore Božídarské rašeliniště, Novodomské rašeliniště in Nähe des Grenzüberganges Hora Sv. Šebestiána/Reitzenhain, Grünwaldské vřesoviště unweit der Fláje-Talsperre oder das Georgenfelder Hochmoor bei Zinnwald, das in das Moor Cínovecké rašeliniště übergeht.
Einen einzigartigen Charakter verleihen dem Erzgebirge ebenfalls vielfältige Landschaftselemente – Bergwiesen und Kammgebiete, Seifen, die an die Goldwäscherei erinnern, Reste der ursprünglichen Bergmischwälder, Heckenlandschaften mit Steinrücken und ursprüngliche Feldgehölze. 
Auf dem Gebiet des Erzgebirges führen hunderte Kilometer Lehrpfade, dank denen die Besucher die erzgebirgische Natur näher kennen lernen können.