Talsperren

Talsperre Kamenička

Kamenička

Der Bau der Stauanlage im Tal des Baches Kamenický potok (dt. Neuhauser Flößbach) begann schon 1899. An der Errichtung des Damms und des Reservoirs beteiligten sich bis 1000 Arbeiter meistens aus Kroatien oder Italien. Der Bau wurde 1904 beendet und im gleichen Jahr erfolgte auch die feierliche Inbetriebnahme. Der Hauptzweck der Stauanlage war die Trinkwasserversorgung der sich entwickelnden Region. Diese Funktion erfüllt die Talsperre bis heute und deshalb herrscht hier ein strenges Badeverbot.

Kateřina

Dieses Wasserwerk wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Bestandteil des Wasserwirtschaftsschutzes des Bergwerkes Chabařovice vor Tagwasserüberflutungen aus dem Erzgebirge erbaut.

Talsperre Janov (Křižatky)

Janov (Křižatky)

Die Stauanlage Janov (Křižatky) bei der Gemeinde Křižatky (dt. Kreuzweg) im Kreis Most wurde 1911 bis 1914 erbaut. Dieses Wasserwerk sollte die schlechte Situation in der Trinkwasserversorgung von Most (Brüx) am Anfang des 20. Jahrhunderts lösen. Der Damm gehört zu den höchsten in Tschechien und deshalb wurde die Talsperre zum technischen Denkmal erklärt. Der Damm ist 43 m hoch, 225 m lang und 4,5 m breit. Der Damm ist als Schwergewichtsmauer aus Bruchsteinmauerwerk konzipiert und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Talsperre Jezeří

Die Talsperre Jezeří (früher Moritz Sperre) finden wir im Naturreservat Jezerka unweit vom Schloss Jezeří (Eisenberg). Es handelt sich um ein kleines Wasserwerk im Tal des Bachs Vesnický potok (Eisenberger Waldbach). Es wurde 1902-1904 durch den damaligen Besitzer des Schlosses Jezeří Fürsten Moritz Lobkowitz zwecks Trink- und Brauchwasserversorgung seiner Höfe, der Bierbrauerei und der Gemeinden Kundratice (Kunnersdorf), Jezeří (Eisenberg), Ervěnice (Seestadtl), Holešice (Holtschitz) und Nové Sedlo nad Bílinou (Neudorf an der Biela) erbaut.

Talsperre Fláje

Fláje

Die Talsperre Fláje (dt. Fleyh) wurde 1963 auf dem Bach Flájský potok (Flöha) aufgebaut und dient der Trinkwasserversorgung des Erzgebirgsvorlandes (Regionen Most und Teplice). Ihr Damm ist 56 m hoch und 416 m lang. Es handelt sich um den einzigen Betonpfeilerdamm mit Gewichtsblöcken in Tschechien. Nach Absprache kann das dank der riesengroßen Hohlräume einer Kirche ähnelnde Damminnere besichtigt werden. Die max. Spiegelhöhe über die Gründungssohle beträgt 57 m und die Wasseroberfläche ist 149 ha groß.

Stauanlage Újezd

Újezd

Die Stauanlage Újezd liegt im Moster Becken im Kreis Chomutov (Komotau). Sie wird oft unrichtig auch als Kyjice bezeichnet. Ihre wichtigste Aufgabe besteht im Hochwasserschutz und Verbesserung der Durchflussverhältnisse am Fluss Bílina (Biela). Sie dient auch der Trinkwasserversorgung und Stromerzeugung in der 85-kW-Kleinwasserkraftanlage.

Zaječice

Zaječice

Neben der Stauanlage Újezd befindet sich am Bach Hutní potok das wesentlich kleinere Wasserbecken Zaječice. Dieser Stausee wurde 1973-1976 erbaut und dient als Wasservorrat für den Fall einer Notfallwasserversorgung und als Hochwasserschutz am Bach, gegenwärtig auch zum Angelsport. Weitere ergänzende Aufgabe der Stauanlage Zeječice besteht in der biologischen Nachreinigung des in die eingemündeten Bäche Hutní potok und Otvický potok abgeführten Abwassers. Der 830 m lange und 6,8 m hohe Damm ist frei zugänglich. Der Stausee hat eine Wasseroberfläche 19,9 ha und einen Speicherraum 0,445 Mio.

Talsperre Křimov

Křimov

Die Trinkwassertalsperre Křimov (dt. Krima) wurde im Zeitraum 1953-1959 aufgebaut. Sie liegt 7,5 km nordwestlich von Chomutov (Komotau) am Bach Křimovský potok (Krimaer Bach) im Erzgebirge. Die Talsperre dient als Trinkwasserquelle für die Region Chomutov und trägt zur Verbesserung der Hochwasserdurchflussbedingungen am Bach bei. Der Dammbau machte mehrere Bauperioden durch, während der das Projekt in die heutige Form konzipiert wurde, d. h. mit der Höhe 41,29 m und Länge 201 m. Um den Stausee herum führt ein Wanderweg.

Talsperre Jirkov

Jirkov

Die Trinkwassertalsperre Jirkov mit einem Steinmauerwerkdamm erstreckt sich im Hochtal unweit von Jirkov (dt. Görkau). Sie wurde 1960-1960 auf dem Fluss Bílina (Biela) erbaut. Die Stauanlage und ihre Umgebung liegen in einem Trinkwasserschutzgebiet und sind für die Öffentlichkeit deshalb nicht zugänglich. Das Wasserwerk Jirkov dient der Trinkwasserversorgung der Region Chomutov, dem Hochwasserschutz und der Mindestdurchflusshaltung unter dem Damm. In die Talsperre ist auch eine Kleinwasserkraftanlage mit maximaler Leistung von 142.2 kW integriert.

Talsperre Přísečnice

Přísečnice

Die schriftlichen Erwähnungen der Gemeinde Horní Přísečnice (dt. Preßnitz) stammen schon aus dem Jahr 1335. Die Trinkwassertalsperre Přísečnice wurde 1969-1976 aufgebaut und sie liegt am gleichnamigen Bach in der Nähe der Gemeinde Kryštofovy Hamry (Christophhammer). Dieses Wasserwerk dient als Trinkwasserquelle für das Nordböhmische Braunkohlebecken und es trägt zur Verbesserung der Durchflussbedingungen im Bach und zum Hochwasserschutz bei.

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